Designern und Gestaltern im Allgemeinen wird ein besonderes Leben nachgesagt. Abseits von dumpfen Büromenschentum treten sie humanitär gesinnt und locker in der Arbeitswelt auf. Mit einer lässigen Cap auf dem Kopf schützen sie sich vor überfunktioneller Arbeitsplatzbeleuchtung und aufdringlichen Kundenblicken. »Nine⸗to⸗five« erscheinen als Koordinaten der Spießerwelt, (unbezahlte) Überstunden als sinnvolle Verpflichtung gegenüber der Kreation. Als vollwertige Mahlzeit reicht die eilig angelieferte Pizza mit Cola Zero, abends Bier, zur sportlichen Ertüchtigung ein leidenschaftliches Kickerturnier im Agenturkeller. Dass derart Verhalten einige Problematik birgt, ist den Betroffenen kaum bewusst oder wird übergangen. Die Selbstwahrnehmung, die wir Gestalter benötigen, um fehlerhaftes (Arbeits)Leben zu bewältigen, braucht allerdings nicht Gefühl, sondern eher kognitiv gesteuerte Überlegung.
Buch
28
Jul 11
Psychologie für Designer
17
Dez 10
Designraster
Heute stelle ich ein Buch vor, was zur Grundausstattung von Print- und auch Webdesignern gehören sollte. Es heißt einfach »Designraster« und wurde von Gavin Ambrose und Paul Harris geschrieben. Dieses Buch vom Stiebner Verlag liest sich für Interessierte des Fachs wie ein Roman. Man kann es aufgrund der guten Gliederung auch nebenbei auf dem Weg zur Arbeit lesen, es als Couchbuch bereit haben, oder zu sonstigen Gelegenheiten schmöckern. Sie werden immer etwas Neues über Gestaltung finden.