Oranges Webdesign

Orange Websites sind das eine, die Farbe das andere. In dieser neuen Serie können Sie überprüfen, ob eine durchgehende Farbgebung zur entsprechenden Website passt. Ist die Farbe Boss oder die Site selbst? Orange wird als Warmtonfarbe viel Positives zugeordnet. Die Farbe wirkt psychologisch gesehen freundlich, positiv, kommunikativ, vitalisierend, gar lustig. Auf der Gegenseite entstehen Assoziationen wie billig, aufdringlich, süßlich.

Beispiele

Das erste Beispiel wirkt in Zusammenhang mit kräftigen Schwarzanteilen männlich stark mit einem Schuss Wärme. Vielleicht ist es für das Thema Portfolio Standup Commedian zu männlich geworden? Flächiges Orange, schwarze Balken sowie Weiss ohne Struktur bilden harten Kontrast. Interessant ist auch die durchgehende Schräge, welche die orangene Fläche unten begrenzt. Deswegen zeige ich einen weiteren Screenshot der Beispielsite.

Orange weniger warm

Orange lässt sich überhaupt gut mit »neutralen Farben« kombinieren. Hier ein Beispiel eines Webdesigner Portfolios in Kombination mit Grau und Schwarz. Grau erzeugt eine beruhigende Neutralität, Schwarz die Struktur und die orange »Bauchbinde« der Site (mit Lederstruktur und genähtem Saum) sowie runde Badges ergänzen Emotionalität. Finden Sie nicht, dass das Grau etwas grünlich aussieht? Ich habe mit der Pipette von Fireworks Farbwerte überprüft und die Werte sind fast exakt neutrales Grau. Es handelt sich bei der Grün­em­pfindung um die Auswirkung eines Simultankontrastes, der in Wechselwirkung zum Orange entsteht.

Schauen Sie sich den Screenshot der gesamten Site an (Klick auf diese Vorschau) und man sieht den perfekten Abschluss mit schwarzem Footer und orangem Badge.

Die 3st Kommunikation spielt mit dreisten orangerotem Farbkontrast:

Orange Objects (der Name ist Verpflichtung) nutzt Orange nicht vollflächig, sondern mit Bedacht über die Seite verteilt. Man sieht, wie stark Orange wirken kann.

Orange in Kombination

Orange will in Webverwendung gedämpft werden, weniger als Gelb, aber besser etwas, sonst wirkt es zu aufdringlich. Das geht entweder in Beschränkung der Fläche, die man für Orangenes einräumt oder die Kombination mit dämpfenden Elementen (z.B. mir viel Weissraum). Orange mit weiteren Farben ist eine gefährliche Nummer, weil der Eindruck von Bunt verstärkt wird. Hier ein extremes Beispiel.

Dunkle Flächen, Rottöne, Blau- und Violettvariationen sorgen für ein »Extrem-Oranging«. Naja: »The Tulsa State Fair is Oklahoma’s premier family event.« Dann passt es doch! Ich kann verraten, das nächste Event ist in Planung, und die Site wird ist ähnlich bunt wie im vorgestellten Beispiel.

Orange geht immer gut mit Blau, weil damit Warm und Kalt ausglichen wird (Kalt-Warm-Kontrast). So kann sich das Auge/Gehirn ausruhen. Urteilen Sie selbst, ob diese Kombination passt.

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