HTML 5 Kampagne-Logo und T-Shirt

Im Grunde mache ich ungern freiwillig Werbung für kommer­zielle Produkte. Aber hier kommt die Ausnahme. HTML5 ist hot, das neue HTML5-Logo ist cool und das passende T-Shirt gehört diesen Sommer auf jedes Super­deve­lopers Brust! By the way kann ich auch gleich von den Super-Sites der ganzen Kampagne des W3C berichten und erkläre die Logo-Microsite zur »Website der Woche«.

Eigentlich ist das W3C bekannt als verschnarchte Ver­waltungs­zone der Web­ent­wicklung (wir machen die Standards, ihr baut den Internt Explorer…). Nielsen-like aufgebaut verstaubt der bekannte Validator vor sich hin und rührt sich gelegentlich, um nach Bedarf Developern lobend oder tadelnd deren Sites zu checken. Das wird sich ändern, denn eine freche Bewegung macht sich auf. Sie hat keine Lust auf nervigen XHTML-Ballast, wünscht sich einfache HTML5-Aus­zeich­nungen! Auf zum Internet-Explorer Bashing und Flash Dizzing!

Screendesigner dürfen als Pioniere wirken

Wir können wieder stolz sein, mit neuen HTML-Spielzeugen zu experimentieren. Das Logo bringt das mit hinterlegten Strahlenkranz zur Geltung. Zudem fühlen wir den wappenähnlichen Charakter. Verdrängen wir die Ähnlichkeit mit dem peinlichen Logo eines großen deutschen Versicherers, haben wir ein echtes Statement vor uns.
Wird Zeit, zur ersten Site zu kommen. Ich beginne mit der Microsite zum Verkauf des HTML5 T-Shirts. Dort wird ohne Umschweife zur Sache gegangen. Auf einem Blick (innerhalb des Viewports) sieht man in aufgeräumter symmetrischer Struktur das Hauptprodukt (T-Shirt) und das Logo.

Die T-Shirt Site

Der graue Site-Hintergrund neutralisiert und bildet einen Rahmen; fließt teils durch den Content. Der weisse Hintergrund sorgt für nötige Distanz der komplementärem Farben zueinander. Es kommt zum nötigen Weißraum, hier im Wortsinne. Blaue und orange Seitenelemente, sei es als breiter Schriftzug oder tatsächlich als Balken, gliedern die Seitenbereiche. Wir haben einen relativ strengen Aufbau, der nur aufgrund des leben­di­gen Farbenspiels und des ständigen Zitats aller Elemente untereinander zum Leben erweckt wird. Jede andere Seite wäre bei diesem Aufbau in Langeweile implodiert, diese nicht.

W3C HTML-Logosite

Von dieser Site aus bin ich zur T-Shirt-Mikrosite (siehe oben) gekommen (na klar, Nerdkram, der anzieht {oops, Kalauer}). Die Site startet mit einem bombastischen Logo hinter Strahlen­kranz. Heil Dir, oh Logo! Und das im Zeitalter splashloser Landing-Pages. Auf der linken Seite klebt ein kleiner Reiter mit der Beschriftung »Nav«. Beim Hovern vergrößert sich das zum voll­ständigen Menu. Ein Klick aufs Menu läßt zum Content herunterfahren und verrät ein »Onepage-Design«. Nett als Standard. Das finden alle solange gut, bis sie sich schwindelig gescollt haben.

Die Site wird also durch die verschiedenen Contentbereiche gegliedert. Damit es jeder kapiert, mit einem fetten blauen Balken, in dem auch die ent­sprechen­de Headline eingebaut ist. Etwas brutal, führt aber zu einem groben, unbehauenen Charakter der Darstellung, was für das Vorhaben der Site passt. Hier wird Unfertiges, pionierartiges eingebaut. Das Logo hat den Vorteil, dass man es customizen kann. Und zwar mit Ergänzung diverser Buttons, die als Belohnung für besondere Features dem Logo abgehängt werden. Das individualisierte Logo kann herunter­ge­laden und auf die eigene Site eingebaut werden. Neben dem Spiel- und Sammeltrieb ist hier noch ein militärisches Ding mit im Spiel. Nicht umsonst sind da Winkel zu verdienen. An der Webdesignerfront braucht es immer ein wenig Anerkennung und Abenteuer.

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