Raster helfen, beliebige Elemente einer zu gestaltenden Fläche auf/an Linie auszurichten. Damit entsteht ein optischer Zusammenhang, der eine Einheit des Gestalteten erreicht. Raster sind im Printbereich Pflicht, im Webdesign nur beschränkt umzusetzen. Möchte man die Typografie und weitere Seitenelemente einheitlich am Raster binden, dann wird die Erstellung des CSS schwierig. Es gibt ein paar Helferlein, die korrekte Rasterausrichtung wenigstens beim Design einer Site in Photoshop erleichtern. Davon möchte ich zwei Freeware-Produkte vorstellen: Modular Grid Pattern und GuideGuide. gut gerastert in PS →
Erste Gehversuche mit PHP, später mit komplexen Anwendungen wie z.B. Content Management Systemen müssen auf einem Webserver laufen. Kommt man auf den Geschmack, dann ist eine lokale Testumgebung auf dem eigenen Rechner besser, als auf einem Server im WWW. Sie haben auch ohne Internetzugang eine Möglichkeit, in Ruhe zu arbeiten. Sie können abgeschirmt Betaversionen (fast) ohne Sicherheitsprobleme probieren oder eigene PHP-Entwicklungen testen. Hier möchte ich die Installation und Einrichtung einer MAMP-Umgebung beschreiben. lokaler Testserver einfacher →
Um eine brauchbare Website professionell herzustellen, sollten sie einigen grundlegenden Schritten folgen. Natürlich kann man unter Mengen an (freien) Templates und Vorlagen auswählen. Übertroffen wird die Einheitsware immer durch individuell angepassten Entwurf. Eine wichtige Station ist der Entwurf mithilfe von Photoshop (wird am häufigsten verwendet—es geht natürlich auch mit Illustrator, Fireworks, Pixelmator, Gimp oder anderen Programmen, dazu später). Ich möchte auf die wesentlichen und üblichen Stationen des Workflows eingehen. Dazu benutze ich eine Site aus dem Tutorial von Visual Swirl (sehr lesenswert!). mit Photoshop designen →
Nun wirkt schwarzweiss nicht sonderlich originell als Grundlage von Farbgebung. Und dennoch gibt es viele Designer, die diese Farbkombination für ausreichend halten, um eine interessante Site zu gestalten. Erinnerung: Farbe ist Emotion. Kann eine »farblose« Site emotionslos sein? Nur, wenn man z.B. Schwarz als emotionslos bezeichnet. Schwarzweiss kann so verwendet werden, dass Emotionen allein durch den harten Helligkeits-Kontrast entstehen. Die Substraction Site (Abb. rechts) erzeugt allein durch das Motiv des großen schwarzen Hundes, dem Kreuz und den fetten schwarzen Navibalken eine starke Spannung. Schwarz als Farbe →
Gibt es eine originellere Methode, als seinen Lebenslauf (neudeutsch: Curriculum Vitae) anders als die übliche, bürokratische Weise darzustellen? Ja, auf jeden Fall—und für Designer gilt das erst recht! Hier folgt eine Serie von »Designer Resumes« in Plakatform. In dieser Darstellungsart wird auf einem Blick erkennbar, mit welchen Skills, Farb- und Grafikgefühl ein Designer punkten kann. Man findet in der Darstellung das gesamte Spektrum von typografisch, grafisch-technisch, handwerklich orientierten Lösungen versammelt. Nur über sorgfältig gestaffelter Darstellung kann gepunktet werden—ein Blick—ein Urteil. Hier im Vergleich werden selbst kleine Schwächen sofort auffällig. Sauber durchstrukturierte, plakative Werke mit klarer kreativer Aussage fallen umso positiver ins Gewicht. Urteilen Sie selbst! Lebenslauf anders →
Die Schrift wird von uns fast sorglos verwendet. Man benutzt sie und kümmert sich nicht groß um Details, da das Schriftaussehen festgelegt ist. Schrift in großen Graden offenbart allerdings eine Problemstelle: den Buchstabenabstand. Dieser wird in der Regel durch die nummerische Festlegung (über Kerningpaare) des Schriftenherstellers geregelt. Das reicht nicht immer, um einen harmonischen Ausgleich zu schaffen. Besonders deutlich wird es bei Zierschriften, die nicht immer mit voller Sorgfalt produziert werden. So ist man häufig gezwungen, die Buchstabenabstände manuell auszugleichen (=Kerning). Mit Anspruch an Qualitätstypografie wird man auch die kleineren Schriftgrade ausgleichen. Im Webdesign sollte man die durch automatisierte Erzeugung von Übergangspixeln verschobenen Buchstaben richten. Kern me→
Die erste Generation Websites kam hardgecodet in das Internet. Bald entwickelten sich die Content Management Systeme und verbreiteten sich zunehmend. Firmen namen für ihr Webschicksal den Kommunikationsprofis die Sitekontrolle aus der Hand und nutzen begeistert die neue Software. Nun entstehen Tausende von Websites mit demselben schematischem Muster: rechteckige Strukturen, Content schachtelweise angeordnet. Die Krönung aller Neuerung ist der allgegenwärtige Topslider. CMS werden bleiben, aber muss deren Verwendung gleich zu erkennen sein? Der Bruch der Formgebung kann über dekorative Elemente erfolgen. Hier geht’s um den Kreis, den man immer häufiger sieht. Er ist der neutrale Nachfolger des Badges mit zackigem Rand. runde Sachen drehen →
In den guten alten Zeiten konnte sich nur die laute Nachricht bei den Massen durchsetzen: die Machart aller Boulevardblätter der Welt zeugt davon. Heutzutage bezeichnet man sich eher nicht als Teil einer Masse. Man hat nicht das Gefühl, nur Teil von etwas zu sein (maximal Mitglied eines Teams), schließlich hat man einen persönlichen Mail- und einzigartigen Facebookaccount.
Die Ächtung der Diktatoren und Schwächung von Ideologien verschiebt das Gewicht der gesellschaftlichen Entwicklung auf das Individuelle und so entwickelt sich auch die visuelle Kommunikation. Seltsamerweise zeigt sich eine Wiederkehr der großen Typografie in einem für diesen Bereich scheinbar unpassendem Medium, dem Web. Hier wurde traditionell um jeden Pixel Platz erbittert gerungen. Nun sollen riesige platzfressende Buchstaben untergebracht werden! Zum Glück sind Bildschirme allgemein größer geworden und Designer probieren erleichtert die neue XXL-Typo aus. Volle Dröhnung auf Sites →
Webdesign kann zur unübersichtlichen Sache werden, insbesondere, wenn viele Menschen am Prozess beteiligt sind. Die großen (Un)bekannten wie: 1. der Kunde, 2. der Content, 3. das Ziel der Site, 4. der Internet Explorer bilden ständige Unsicherheitsfaktoren. Solide Planung und besser Übersicht sind gefragt. Toyota hat es zuerst möglich gemacht mit Kanban als einfachen Managementinstrument. Scrum ist in Folge in die Agenturen als Instrument agilen Software-Developments entstanden. Florian aus der Sc03 hat mich auf die folgenden Filme zur Einführung aufmerksam gemacht—Danke!
Minimalismus, oder Clean Design, Minimal Design ist aus Überdruss an bonbonfarbenen, glossypoppigen Web-2.0 Designs entstanden. Man wollte den kitschigen Design-Trash einfach loswerden und existentialistisch zum Grund der Gestaltung zurückkehren. Gutes, minimalistisches Webdesign entsteht nicht nur aus dem Verzicht überflüssiger Dinge. Es ist mehr (auch wenn man weniger anstrebt) als das, denn je mehr man entfernt, desto genauer schaut das Auge hin. Es braucht viel Ausgewogenheit, Abstimmung der Farben (wenn vorhanden), sorgfältige Balance der Typografie—insgesamt Hinterfragen jeden Details. Damit sind wir an der Basis des Design angelangt: Weniger ist mehr und: Form follows function.weniger kann mehr →