Brainstorming

Mu: Verstehen im NichtverstehenDas Gehirn belastet schon sehr, wenn ihm befohlen wird, »mal ganz frei« zu sein. Los, denk’ Dir mal was ganz besonderes aus und habe keine Hemmungen dabei! Auf diese Weise beginnt das fast absichtslose Anstrengen, wird später ein Grübeln, was bekann­ter­maßen die Kreativität zerstört. Wu Wei klappt bei weisen Chinesen, wenig bei hart arbeitenden Kreativen. Häufig findet sich ein Ausweg über ein entschlossen schnelles Brainstorming.

Natur als Vorbild

Dass Brainstorming schnell ist, scheint in der Natur der Sache zu liegen. Ein Sturm ist heftig, unberechenbar, ergiebig. Die Natur in ihrer Allmacht soll Ihre Kraft beweisen. Gleichermaßen auf kreative Ideenfindung angewendet, ergibt sich manche besondere Idee. Regelloses Brainstorming ist aber ähnlich unergiebig wie ein Sturm, der wild dahin wütet.

1. Vorbereitung

Grundbedingung jeglicher Kreativität ist die richtige Umgebung. Klar, dass Kekse, Kaffee, nicht aber Alkohol ins Spiel kommen müssen. Sehr hilfreich ist die Abwesenheit des Arbeitsplatzes. Sprich: ein Ortswechsel ins nächste Café, zur Fritenbude usw. ist angebracht. Veränderung der Umgebung bedeutet auch Abschalten des Handys, Absage von Terminen, Abwesenheit von Chef und Deadlines, aber auch Klärung der eigenen Motivation. Nehmen Sie sich reichlich Schreibmaterial mit, oder nutzen Sie ein Diktiergerät.

2. Durchführung

Sie fühlen sich gelassen, Kekse wandern in den Mund, das Team ist nett, gegenüber sitzt eine hübsche Mitarbeiterin, das Strandcafé serviert leckeren Cappucino? Brainstorming bedeutet, mit Themensetzung oder Aufgabenstellung einfach drauf los zu fantasieren. Kreativitätshemmungen entstehen durch das: aber…, vielleicht…, was würde der Kunde dazu sagen, kurzum durch die Schranken im eigenen Kopf. Lassen Sie die großen Ideen kommen! Verdrängen Sie klein-klein! Aber übergehen Sie nicht, alle Ideen zu notieren. Vielleicht gibt es einen flotten Schreiber, der alles Gesagte/Diskutierte zu Papier bringt. Es kommt nicht genügend heraus? Der Prozess stockt? Machen Sie eine (kleine) Pause. Teilen Sie die Gruppe in mehrere, gehen Sie zu zweit in diverse Ecken oder bleiben einfach alleine und machen sich individuelle Notizen. Derart gestärkt diskutieren Sie wieder in großer Runde. Daraus erwachsen viele neue Anstöße.

3. Verarbeitung

Die Skeptiker dürfen sich melden, die Frager. Jetzt erst. Allerdings sollten sie keine negativen Kommentare (ich weiss schon jetzt…, wer soll das bezahlen?…) ablassen, das ist zu einfach. Begründungen sind besser. Noch besser: wie sollte es dann gehen? Es sollte sich aufgrund der Beiträge jedes Einzelnen ein positiver Strom entwickeln, der sich mit der Gesamtheit der Beiträge wie ein Fluss aufs Meer zuschlängelt. Labern Sie nicht die anderen zu, sonst versandet dieser Fluss. Es ist nur gut, sich selbst die Zeit zu begrenzen. Gibt es zwei oder drei gute Ideen, die man nicht wegwerfen will, dann sollte man auch Zwischenstände akzeptieren. Manchesmal wachsen diese Ideen später zu einer guten zusammen.

 

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