Eine Tomate gibt den Ton an

PomodoreEine harmlose Küchenuhr kann in Zukunft Ihr Arbeitsprinzip bestimmen: stellen Sie eine Klingelbombe auf eine Zeit von — sagen wir mal — 25 Minuten ein und arbeiten dann diese Zeit, was das Zeug hält. Danach wird gestoppt. Mit diesem simplen Ansatz, verspricht diese Self­mana­ge­ment-Methode mit dem Namen »Pomodore«, wird sich ihre Arbeit mit einem Dreh verbessern. Die Tomatenform erinnert an die Kochzeit für das gleichnamige italienische Gericht, aber das ist jetzt nicht Thema…

Der Timer ist rot, aber das ist nicht wichtig

Grundprinzip der 25 Minuten-Taktung ist nicht die Kapazität des verwendeten Timers oder dessen lustig-signalrote Farbe. Sondern (nur) innerhalb dieser Zeitspanne vermag man (noch) konzentriert zu arbeiten. Deswegen wird dieses praktische Werkzeug herangezogen und zum Befreiungsymbol des multitaskenden Webworkers.

Die Grundregeln

  • Suchen Sie sich zunächst eine wichtige, überschaubare Arbeit heraus.
  • Ziehen Sie Ihren Pomodore (also den Küchentimer) auf und stellen diesen auf 25 Minuten.
  • Innerhalb von 25 Minuten versuchen, die Arbeit zu erledigen, aber nur diese. Vermeiden Sie Ablenkung, Nebenwege, Extras!
  • Nach dem Klingeln eine kleine Pause von 5 bis 10 Minuten einlegen; auch hier gilt: keine Ablenkung von der Pause durch Arbeitsunterbrechung usw.
  • Nach einem Cluster von 4 Pomodores beginnt eine längere Pause.

Noch mehr Pomodore

Wollen Sie ein Pomodore-Meister werden? Es hängt nicht von der verwendeten Uhr ab, auch wenn diese Kult-Uhr Teil des Geschäfts dieser Methode wurde. Verstärken Sie die Methodik, indem Sie weitere Extras ergänzen:

  • Finden Sie heraus, wieviel Aufwand eine Tätigkeit erfordert. Die enge Zeittaktung verbessert Ihren Arbeitsrhythmus und das Zeitgefühl. Sie lernen immer besser, vorweg einzuschätzen, wieviel Zeit eine Arbeit tatsächlich brauchen wird.
  • Reduzieren Sie Unterbrechungen: interne & externe Unterbrechungen. Haben Sie es im Griff? Ein PC ist nicht nur ein Arbeitsgerät, sondern zugleich ein Informationsterminal, Spielekonsole, Kommunikationsgerät. Trennen Sie sich in den Arbeitsphasen (ausser das steht genau auf dem Programm) von externen Störern durch Maileingang, Twitter, Facebook, SPON, Bundesligatabelle usw. Natürlich sollten Sie auch Besuche von Kollegen vermeiden. Interne Problematiken der Konzentrationsfähigkeit lassen sich aufgrund der Zeittaktung besser verstehen. Motivationshürden werden durch Verringerung der Arbeitshäppchen als niedriger empfunden.
  • Dokumentieren Sie Ihre Arbeit. Der Spruch: »wer schreibt, der bleibt« be­wahr­heitet sich immer wieder. Starten Sie eine ToDo-Liste und schreiben Sie Ihre Vorhaben vorher auf. Manchmal klärt sich durch den Schreibvorgang das weitere Vorgehen. Das abschließende Häkchensetzen für Erledigtes erzeugt ein gutes Gefühl.

Fazit

Entscheidendes Grundprinzip der Methode ist die strikte Taktung von Arbeit. Dadurch entsteht das Gefühl der Beherrschbarkeit und Steuerung, am Ende auch mehr Motivation.

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