Heads up

Ein Eyecatcher (Blickfang, Aufmacher) liefert einen überzeugenden optischen Ein­stiegs­punkt jeglicher Gestaltung, sei es in einer Print­an­zeige, einem Ladeneingang (ok, hier nennt man es »Stopper«) oder auf einer Website. Lange Zeit reichte die korrekte Platzierung eines Logos oder eines Badges (optisch mit Tendenz zu »Störer«). Allgemein konzentriert man sich auf viele Extraelemente Aus­ge­staltung von Sites (gib mir den Super­button…). Das Gegenteil stellen Sites dar, die mit einfachen Aufbau und Verwendung eines klassischen Eyecatchers—hier: Portrait— glänzen.

Direkt ist deutlicher

Der direkte Blick ist ein starkes Mittel der Kontaktaufnahme, der man sich schwer entziehen kann. Deswegen stellt man sich oder ein Geschäft mit dem Abbild einer Person vor. Das ist ein direktes Statement, entgegen des Trends unpersönlicher Gestaltung und Verschriftung von Business.

Beispiele

Folgend sieht man eine Fastfood mampfende Szenerie. Stacy, ein »Fat Activist« (was das wohl ist), schaut uns herausfordernd an:

Stacy Bias

Im nächsten Beispiel haben wir eine ästhetische Werbung für kontrolliertes Äusseres. Schöne Augen­brauen (die man auch haben kann, wenn man viel Hamburger futtert, siehe oben) sollen den eigenen Look komplett verändern (»… a semi-permanent (?) eyebrow powder that can completely transform your look«). Der direkte, fordernde Blick des Models wird mit sanften, gebrochenen Farb­tönen begleitet. Damit wird die beworbene Produktwelt und exklusive Aussage verdeutlicht. Das ist alles sehr direkt, aber auch so kühl inszeniert, dass man fast frösteln mag. Wer braucht das schon?

Perfect Products

Auch unmodisch-ältere Menschen wirken interessant und bringen mit Ihrem Blick Nähe und Wärme zum Ausdruck, also bitte Marias Restaurant in Grand Rapids, Michigan, USA besuchen:

Maria Catribs Restaurant

Entwurf von Pat Dryburgh für die Site der Singer-Songwriterin Roxanne Emery. Bei diesem Thema ist es klar, dass auf ein Portrait gesetzt werden muss.

Wo bleiben denn die Männer? Bitte schön, in dunkler Umgebung mit anrüchigen Inhalten (auf der Site nach unten scrollen).

Ben the Bodygard

Wem das zu düster ist, hier kommt ein angenehmerer Männerblick. Es zeigt sich ein kreativer Geist auf der einen- und ein Programmierergesicht auf der andere Seite (müssen Programmierer immer einen 3-Tage-Bart tragen? Sind Programmierer unkreativ?).

Adham Dannaway

Hier die freundliche Vorstellung eines Kölner Webdesigners. Es beginnt mit einem Portrait, was sich durch Scrollen »under the fold« zum Abbild der ganzen Person darstellt.

David Hellman Webdesign

Ein Portrait kann auch bearbeitet, in diesem Fall verfremdet werden. Ob das folgende gut (freundlich?) wirkt, können Sie selbst beurteilen. Gut sind vor allem die Arbeiten des folgendem Designers auf dessen Website:

Made by Vadim

Made by Vadim

Mr. Joe Payton schaut uns vertrauensvoll hinter der Wand seiner Arbeit an.

Mr Joe Payton Webdesign

Wie wirkt es, wenn man wegschaut? Sehen Sie selbst:

Kyle Gawley - Graphic Design for Web & Print - Belfast, Northern Ireland

Was steckt im modernen Mann von heute alles drin? Auf dieser innovativen Site können Sie es heraus­finden:

Wired Mind

 

Fazit

Der direkte Blick und die Abbildung eines Gesichts verschafft einen starken Eindruck, der gut ab­ge­wogen sein muss und zur Website passen sollte.

 

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